Kindergarten St. Johannes Oberbernbach

Der Kindergarten wurde im Jahr 1976 mit zwei Gruppen eröffnet.
Die Trägerschaft übernahm die katholische Kirchenstiftung St. Johannes.
Im September 1995 kam eine dritte Kindergartengruppe hinzu.

Im September 2009 haben wir in unserer Einrichtung aus einer Regelgruppe eine Integrationsgruppe mit 15 Kindern ins Leben gerufen. In dieser Gruppe wird die gemeinsame Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung umgesetzt. Weiterhin besteht sowohl in der Krippengruppe als auch in den Regelgruppen des Kindergartens die Möglichkeit zur Einzelintegration.

Im Kindergartenjahr 2010/11 haben wir eine Krippengruppe in den Räumlichkeiten des Kindergartens eröffnet. Im Herbst 2012 wurde der Krippenneubau fertiggestellt und eingeweiht.
Die Krippe bietet Platz für 12 Kinder von 1 bis 3 Jahren.

Leitbild

Die individuelle Entwicklung des Kindes zu sehen und zu fördern, uns gemeinsam mit den Kindern auf den Weg zu machen und es zu stärken, damit es „ins Leben wachsen“ kann, ist der zentrale Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit. Der Leitspruch von Maria Montessori, „Hilf mir, es selbst zu tun“, ist dabei die Grundlage unseres erzieherischen Handelns. Der kreative Umgang mit der Sprache, der Musik, der Bewegung, den Spiel-, Beschäftigungs- und Bastelmaterialien bietet Ihrem Kind die Möglichkeit, sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen und diese mit allen Sinnen zu erfahren. Kinder sollen sich bei uns sicher und wohl fühlen. Dies erreichen wir durch Orientierung an den individuellen Bedürfnissen und Interessen der Kinder. Wir gehen vom Kind aus und arbeiten situationsorientiert. In verschiedenen Alltagssituationen begleiten, unterstützen und bilden wir Kinder partizipativ in ihrer Selbständigkeit. In entsprechender Raumgestaltung und Materialvielfalt können Kinder Erfahrungen sammeln. Kinder und Eltern stehen im Mittelpunkt. Eltern erhalten einen umfassenden Einblick in unseren Alltag. Transparentes Arbeiten und persönlicher Kontakt sind uns besonders wichtig. Inklusion ist für uns selbstverständlich – wir nehmen jedes Kind in seiner Einzigartigkeit an.
Als kath. Einrichtung ist es uns auch wichtig, mit den Kindern das Kirchenjahr zu erleben, es für soziales und multikulturelles Miteinander zu sensibilisieren und die Natur und Umwelt als etwas Schützenswertes zu erleben.

Pädagogische Aspekte

Unsere gesamte pädagogische Arbeit baut auf den Inhalten des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes auf. Wir als Einrichtung sehen uns verpflichtet, jedes Kind entsprechend seines Entwicklungsstandes durch Lernangebote und ein anregendes Lernumfeld in Gruppen- und Einzelarbeit individuell zu fördern. Ziel unseres pädagogischen Handelns ist, das Kind auf seinem Weg zu einem beziehungsfähigen, wertorientierten, hilfsbereiten und schöpferischen Menschen zu begleiten. Sowohl im Kindergarten, als auch in der Kinderkrippe arbeiten wir nach dem Situationsorientierten Ansatz. Dies bedeutet für uns, dass wir den Kindern ihre Entwicklungsschritte und Lerninhalte nicht starr vorgeben, sondern uns am jeweiligen Entwicklungsstand, sowie aktuellen Interessen und Bedürfnissen orientieren, um den nächsten Entwicklungsschritt zu erfassen und diesen mit den Kindern in begleitender Weise gemeinsam erreichen wollen.
Unser Haus ist eine familienergänzende und -unterstützende Einrichtung. Wir erkennen Eltern als natürliche Experten für ihre Kinder an. Sie wissen am besten über die bisherigen Entwicklungsschritte, die kindliche Persönlichkeit, sowie familieninterne Rollen und Beziehungen Bescheid. Daher legen wir sehr viel Wert auf eine gute, offene und ehrliche Zusammenarbeit mit den Eltern. Im gemeinsamen Dialog zwischen Eltern und Erzieherinnen wollen wir Bildungs- und Erziehungsmaßnahmen in unserem Haus entwicklungsfördernd zum Wohle der Kinder sowie ihren dazugehörigen Familien gestalten. Daher ist es für uns selbstverständlich, den Eltern vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Mitwirkung am Geschehen im Kindergarten zu bieten.

Integration/Inklusion

Die gemeinsame Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung ist uns ein wichtiges Anliegen. Die Kinder können sich von klein auf in ihrer Verschiedenheit erfahren, annehmen und wechselseitig voneinander lernen, also Gemeinsamkeiten entdecken und Vielfalt leben. Inklusion in unserem Kindergarten bedeutet u. a.: Ein besonderer Aspekt unserer Arbeit ist, die Stärken aller Kinder hervorzuheben, Schwächen zu berücksichtigen und erkennbare Unterschiede aufzugreifen

Spielen / Malen Kindergarten
Krippe

Räumlichkeiten Kindergarten

  • individuell gestaltete Gruppenräume
  • Räume zur individuellen Förderung
  • einen großen Turnraum
  • Werk- und Intensivräume
  • einen Entspannungsraum
  • eine große Küche
  • die Aula steht zum freien Spiel zur Verfügung
  • Projekt- und Spieleecken

Räumlichkeiten Krippe

  • ein individuell gestalteter Gruppenraum
  • ein Raum zur individuellen Förderung
  • ein Ruheraum
  • ein Wickelraum
  • ein Nassraum

Kuschelecke
Turnhalle
Phantasieraum

Außenanlagen

Zu unserer Einrichtung gehört eine großzügig gestaltete Gartenanlage für den Kindergarten und die Kinderkrippe. Auf diesem Areal bietet sich den Kindern eine mit Büschen, Laub- und Obstbäumen bewachsene Gartenfläche, auf der sie nach Belieben ihren Bewegungsdrang ausleben können. Hier finden die Kinder außerdem verschiedenste Möglichkeiten vor, aktiv zu sein.

Dies sind im Einzelnen:

  • Niedrigseilgarten
  • Wiegenwippe
  • Balkenwippe
  • zwei Sandkästen
  • zwei Rutschen
  • zwei Fußballtore
  • zwei Vogelnestschaukeln
  • zwei Schaukeln
  • ein Spielhaus
  • ein Klangspiel
  • Kinderfahrzeuge, Sandspielsachen, Bälle, Kleinspiele, Hängematten uvm.
  • ein Kräuterbeet
  • eine Hütte zur Aufbewahrung von verschiedenen Gartenspielgeräten
  • überdachter Abstellplatz für Kinderwägen
  • Garage zum Unterbringen von Außenspielgeräten

Personelle Ausstattung

Das Fachpersonal unserer Einrichtung besteht derzeit aus 6 Erzieherinnen, 7 Kinderpflegerinnen, einer Heilerziehungspflegerin, einer Berufspraktikantin und Erzieher- bzw. Kinderpflegepraktikantinnen. Als Ausbildungsbetrieb haben wir regelmäßig Praktikanten/innen (Schul- bzw. Studienpraktikanten, Kinderpflege- und Erzieherpraktikanten) in unserer Einrichtung. Des Weiteren unterstützen uns zwei Reinigungskräfte, eine Küchenkraft, sowie ein Hausmeister bei Pflege und Instandhaltung von Haus und Garten.

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag: 7:15 bis 16:30 Uhr
Freitag:7:15 bis 16:00 Uhr

Schließtage

Ca. 28 Tage im Kalenderjahr:
– 3 Wochen im August
– 1 bis 2 Wochen zwischen Weihnachten und Neujahr/Heilig-Drei-König
– Rosenmontag
– Freitage nach Christi Himmelfahrt und Fronleichnam
– einzelne Fortbildungstage
– ggf. weitere einzelne Brückentage

Buchungskategorie

Sie haben die Möglichkeit zwischen verschiedenen Stundenkategorien zu wählen. Genauere Angaben und Preise erfragen Sie bitte unter kita.st.johannes.oberbernbach@bistum-augsburg.de
In der Krippe besteht ab der Bk 2 und im Kindergarten für Kinder, die bis mindestens 13:30 Uhr angemeldet sind, die Möglichkeit, ein warmes Mittagessen (Pauschalbetrag) zu erhalten.

Tagesablauf

Frühdienst und Bringzeit:07:15 – 08:30 Uhr
  
Kernzeit:08:30 – 11:30 Uhr (Krippe) bzw.
08:30 – 12:30 Uhr (Kindergarten)
Freispielzeit mit gleitender Brotzeit und Angeboten (Aktionen) zur Umsetzung der Bildungs- und Erziehungsziele, Spielzeit im Garten.
  
Mittagessen:11:30 Uhr (Krippe) bzw.
12:00 Uhr (Kindergarten)
Den Kindern wird ein Zwei-Gänge-Menü (Suppe, Hauptgericht) angeboten. Das Mittagessen wird vom Pfarrer-Knaus-Heim (Altenheim) Kühbach frisch zubereitet und an unsere Einrichtung geliefert.
 
Schlafen in der Krippe:Die Krippenkinder halten nach dem Mittagessen einen Mittagsschlaf. Hierbei orientieren wir uns am individuellen Schlafbedürfnis der Kinder.
  
Mittagsruhe im Kindergarten:Im Kindergarten findet kein Mittagsschlaf statt. Stattdessen können sich einzelne Kinder auf Wunsch in die Kuschelecke zurückziehen und sich erholen bzw. entspannen. Außerdem werden die Kinder in der Zeit nach dem Mittagessen bis ca. 14 Uhr dazu angeregt, ruhigeren Beschäftigungen (Mandala malen, Musik und Geschichten hören, Tischspiele, Ausruhen in der Hängematte, Spielen im Sandkasten, etc.) nachzugehen.
  
Abholzeit:Sie beginnt ab 11:30 Uhr (Krippe) bzw. 12:30 Uhr (Kindergarten) und ist je nach Buchungszeit unterschiedlich gestaffelt. Im Kindergarten ist es bis 14 Uhr möglich, ohne Mittagessen in der Einrichtung zu verweilen.
  
Nachmittag:Gruppenzusammenlegung im Kindergarten: Freispiel, Garten, Aktionen in Kleingruppen, gleitende Abholzeit bis 16:30 Uhr bzw. freitags bis 16 Uhr

Feste Aktionen im Wochenverlauf:

  • täglicher Morgenkreis
  • Turnen in der Kleingruppe
  • gemeinsames Kochen/Backen und gemeinsame Brotzeit
  • Waldtag: Kindergarten immer mittwochs (Winterpause), Krippe ab dem Frühsommer (vereinzelte Tage)
  • Bildungsangebote in der Klein- bzw. mit der Gesamtgruppe

Besondere Angebote/Aktionen:

  • Würzburger Sprachtrainingsprogramm für Vorschulkinder
  • Sprachvorkurs (D240) für Vorschulkinder mit erhöhtem Sprachförderbedarf
  • Psychomotorik für Vorschulkinder
  • jährlicher Zooausflug und Theaterbesuch
  • weitere Aktionen, Gottesdienste und Feste im Jahresverlauf
  • 2-tägiges Turn- und Sportfest im Sommer (Knaxiade)
  • JOLINCHEN-Kids-Programm (seit dem Kindergartenjahr 2018/19)

Geleitwort von Stadtpfarrer Gugler

„Wenn die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln. Sind sie größer, gib ihnen Flügel.“ sagt ein weises Wort. Den Kindern Wurzeln geben, damit sie dieses oft widerständige, ungewisse und unwägbare Leben bestehen können – und sie rechtzeitig loslassen, damit sie die gesamte Wirklichkeit des Lebens, auch mit seinen Schwierigkeiten, Mängeln und Härten, kennen lernen, das ist die schwierige Kunst der Erziehung.

Was kann dazu ein Kindergarten in kirchlicher Trägerschaft leisten? Die religiöse Erziehung der Kinder – sie ist gewiss eine tragende Wurzel fürs Leben. Seit Bestehen der katholischen Tageseinrichtungen gehören sie zu deren grundlegenden Aufgaben. Dass mit den Kindern gebetet wird, dass sie von Gott, von Jesus, den biblischen Gestalten und den Heiligen etwas erfahren, dass religiöse Lieder gesungen und kirchliche Feste gefeiert werden, das ist für einen katholischen Kindergarten selbstverständlich.

Aber das genügt noch nicht: Erst wenn ein Kind das Verzeihen lernt und das Ehrlichsein, die Großmut und das Vertrauen und die Hoffnung und die Liebe und eine positive, bejahende, erwartungsfrohe Lebenseinstellung und was man sonst noch so alles braucht zu einem gelingenden Dasein, wird eine pädagogische Einrichtung in kirchlicher Trägerschaft ihrer Aufgabe gerecht.

Die Erzieherinnen in unserem Kindergarten in Oberbernbach wissen sich dieser Aufgabe verpflichtet. Die Eltern, die ihre Kinder dieser Einrichtung anvertrauen, dürfen ihre Kleinen in guten Händen wissen. Möge mit Gottes Segen den Kindern die Freude am Spielen und Lernen und den Mitarbeitern an ihrer Arbeit erhalten bleiben.

Herbert Gugler

Stadtpfarrer